Hinweise zur Manuskripterstellung

Wir bitten um Beachtung der folgenden Hinweise zur Erstellung des Manuskriptes. Nach der Einreichung sind keine Änderungen am Manuskript mehr vorgesehen, was die Korrektur von Manuskriptfehlern mit einschließt.

Form und Übermittlung des Manuskriptes

Erstellung der Textdatei

Bestandteile des Textdokuments

Formate des Textdokuments

Formatvorlagen und Absatzstile

Schriftauszeichnung

Tabellen und Listen

Verweise und Registermarken

Abbildungen

Bilddateien

Farbigkeit der Diagramme

Scannen

Fachmännisch eingestellte Bilddaten

Urheberrecht bei Abbildungen

Typische Fehler der Textprogramme

 

Form und Übermittlung des Manuskriptes

Es ist für wissenschaftliche Werke üblich, dass das Manuskript als offene Textdatei, die mit einem Textprogramm wie MS Office, Open Office, Libre Office, … erstellt wurde, abgeliefert wird (Endung .doc, .docx, .odt, .ldf, …). Der Datei soll ein Kontrollausdruck beigefügt werden, der Aufschluss über Zweifelsfälle gibt. Der Ausdruck kann auch elektronisch als Pdf-Dokument übersendet werden.

Für die Übermittlung der Manuskriptdaten empfiehlt sich die folgende Vorgehensweise:

  • Alle Dateien in einen Ordner kopieren;
  • Ordner im Zip-Format komprimieren;
  • Daten bis 15 MB mit E-mail an uns senden;
  • Dateien ab 3 MB gern über Wetransfer, Dropbox o. ä.;
  • Große Datenmengen absprechen.

Erstellung der Textdatei

Die eingelieferte Textdatei wird in ein Satzprogramm importiert und dort weiterverarbeitet.

Bestandteile des Textdokuments

Die Textdatei ist ein Dokument, das außer dem reinen Text noch weitere Bestandteile hat. Diese werden mit Laufzeitfunktionen des Textprogramms erstellt.

  • Der fließende Text
  • Anmerkungen (Fußnoten, Endnoten)
  • Querverweise
  • Tabellen, Listen
  • Registermarken
  • Eingebettete Abbildungen (als Platzhalter)

Alle Bestandteile müssen mit den dafür vorgesehenen Funktionen erstellt werden. Sonst entsteht unkalkulierter Mehraufwand.

Formate des Textdokuments

Die Gestaltung des Textdokumentes wird nicht in den Satz übernommen. Benötigt werden aber die Informationen zur Struktur des Dokuments. Es ist nicht wichtig, wie die Überschrift formatiert ist, sondern dass es sich um eine Überschrift erster, zweiter, dritter Ordnung handelt.

Die folgenden Absatzformate werden unterschieden:

  • Normaler Absatz im fließenden Text
  • Überschriften 1., 2., 3., … Ordnung
  • Zitatblock
  • Tabellen, Listen, Abbildungen

Ansonsten gibt es noch die Schriftauszeichnung, also die Formatierung von Text innerhalb eines Absatzes.

  • Auszeichnung von Begriffen und Zitaten (kursiv)
  • Hervorhebung
Formatvorlagen und Absatzstile

Es ist sehr zweckmäßig, konsequent mit Formatvorlagen (auch „Stile“, „styles“) zu arbeiten und von der direkten Formatierung der Absätze ganz abzusehen. Im Textprogramm werden Vorlagen für Fließtext („Standard“), Überschriften, Zitatblöcke, Anmerkungen usw. bereitgestellt, die den eigenen Bedürfnissen entsprechend verändert werden können.

Durch die Formatvorlagen werden die Absätze nicht nur formatiert, sondern auch logisch ausgezeichnet. Somit dienen sie auch der Strukturierung des Dokumentes.

In MS-Word kann die Dokumentenstruktur als Navigationsbereich eingeblendet werden (Tab „Ansicht“, Ribbon „Anzeigen“, Befehl „Navigationsbereich“ einblenden“). Die Überschriften werden hierarchisch angezeigt und können als Sprungmarken genutzt werden. Es kann automatisch ein Inhaltsverzeichnis erzeugt werden (Tab „Verweise“, Ribbon „Inhaltsverzeichnis“).

Schriftauszeichnung

Schriftauszeichnung ist die direkte Formatierung einzelner Begriffe oder Phrasen zum Beispiel durch Kursive. Um ihren Zweck erfüllen zu können, muss sie sehr sparsam eingesetzt werden. Verboten ist die mehrfache Auszeichnung, zum Beispiel kursiv und fett.

Tabellen und Listen

Tabellen und Listen können problemlos nur dann in das Satzprogramm übernommen werden, wenn sie mit den dafür vorgesehenen Funktionen des Textprogramms erstellt wurden.

Es ist darauf zu achten, dass in Tabellen keine Anmerkungen gesetzt werden dürfen, selbst wenn das Textprogramm dies zulässt.

Verweise und Registermarken

Verweise und Registermarken können in das Satzprogramm importiert und dort weiterverarbeitet werden, wenn sie mit den dafür vorgesehenen Programmfunktionen erstellt wurden.

In Ms-Word finden Sie die Registerfunktion im Tab „Verweise“, Ribbon „Index“: Markieren Sie ein Wort und klicken „Eintrag erstellen“. Die Querverweise finden Sie im Tab „Verweise“, Ribbon „Beschriftungen“ oder im Tab „Einfügen“, Ribbon „Link“.

Abbildungen

Bei Abbildungen aller Art hängt die Druckqualität von den eingelieferten Daten ab.

Bilddateien

Auch wenn Abbildungen in die Textdatei eingebettet sind, müssen die Bilddateien zusätzlich als separate Dateien mitgeliefert werden. Die Einbettungen dienen nur als Platzhalter.

Es gibt die folgenden Bilddateien:

  • Bei Rasterbildern sind das Dateien mit der Endung .psd, .tif, .jpg, .png.
  • Bei Strichen sind das Dateien mit der Endung .tif.
  • Bei Vektorbildern sind das Dateien mit der Endung .ai, .eps, .pdf.
  • Bei Diagrammen sind das Dateien mit der Endung .xls, xlsx.
Farbigkeit der Diagramme

Wenn nicht die Einreichung farbiger Diagramme vereinbart wurde, sollten sie auch keine Farbe haben. Wandeln Sie daher die Rahmen und Füllungen der Graphen in Graustufen um. Wenn mehr als sieben Unterscheidungen zu treffen sind, verwenden Sie Schraffuren.

Legen Sie die Diagramme als eigene Arbeitsblätter an und beschriften Sie in eindeutiger Weise.

Diagramme werden entweder weiterverarbeitet oder aus Excel erzeugt. Hierzu müssen die automatischen RGB-Farben, die Strichstärken, die Schriftskalierungen und Ausgabeformate eingestellt werden. Sonst ist das Resultat gänzlich unbrauchbar.

Scannen

Wenn Sie selbst Bilder einscannen, achten Sie bitte auf die folgenden Hinweise:

  • Reinigen Sie das Scannerglas.
  • Stellen Sie den Scanner auf 400 dpi ein.
  • Stellen Sie den Farbmodus auf RGB.
  • Stellen Sie alle Korrekturfunktionen ab.
  • Speichern Sie das Bild als unkomprimiertes .jpg oder als .tif ab.

Wenn Sie digitale Bilddaten haben, senden Sie diese in der ältesten vorhandenen Version. Bearbeiten Sie diese Bilder nicht. Führen Sie keine manuellen oder automatischen Bildkorrekturen durch, der Tonwerte, Farben, Helligkeit o. ä. Konvertieren Sie nicht aus dem RGB-Raum in Graustufen oder CMYK.

Fachmännisch eingestellte Bilddaten

Wir nehmen auch druckfertig eingestellte Bilddaten entgegen.

Schwarzweiße Bilder ohne Halbtöne (Striche) werden einfarbig als Bitmap mit 1200 Dpi abgespeichert. Als Dateiformat kann .tif gewählt werden. Schwarzweiße Bilder mit Halbtönen werden als Graustufen abgespeichert. Es genügt bei 60er Druckraster eine digitale Auflösung von 150 Dpi. Farbbilder werden als CMYK-Profil mit 300 Dpi abgespeichert. Sonderfarben müssen abgesprochen werden.

Urheberrecht bei Abbildungen

Zwar wird das eigene Urheberrecht systematisch durch den Gesetzgeber geschwächt, nicht aber das der anderen! Vor allem bei Abbildungen können unvorhergesehene Probleme entstehen.

  • Beachten Sie die Urheberrechte von Raster- und Vektordaten!
  • Besorgen Sie die Nutzungsrechte für urheberrechtlich geschütztes Material!
  • Belegexemplare werden nicht vom Verlag getragen!

In wissenschaftlichen Publikationen, die selbst urheberrechtlichen Schutz genießen, kann das Zitatrecht ausgeübt werden. Urheberrechtlich geschützte Inhalte können für den Zweck des Zitierens verwendet werden. Das Zitat muss durch den Zweck begründet sein.

Bildzitate sind Großzitate, also Zitate ganzer Werke. Solche gibt es nur in der Wissenschaft und nur unter der Voraussetzung, dass das zitierte Werk bereits veröffentlicht wurde. Wichtig ist die korrekte Quellen- und Urheberangabe.

Typische Fehler der Textprogramme

Textprogramme haben eine andere Zweckbestimmung als Satzprogramme und verstoßen manchmal gegen die typographischen Regeln. Achten Sie daher besonders auf die folgenden typischen Programmfehler.

Legen Sie keine Fußnoten in Tabellen, Diagrammen, Bildunterschriften an!

Fußnoten sollen nur im Fließtext angelegt werden. Anmerkungen zur Tabelle oder zum Diagramm sind Bestandteil dieses Objektes und nicht des fließenden Textes. Das Satzprogramm unterstützt keine Fußnoten in Tabellen oder Abbildungen!

Quellenangaben zum Tabelleninhalt können unter die Tabelle gesetzt werden. Eine allgemeine Quellenangabe zur gesamten Tabelle kann als Anmerkung in die Tabellenüberschrift gesetzt werden.

Achten Sie auf falsche Verwendung des langen Strichs (–)!

Verwenden Sie, wenn Sie unsicher sind, nur den kurzen Strich der Tastatur, den „Divis“!

Manche Textprogramme wandeln kurze Striche an falscher Stelle in Halbgeviertstriche um: – [Alt + 0150]. MS Word ersetzt den Ergänzungsstrich vorn durch einen langen Strich, aus welchen Gründen auch immer.

Das kann man unter den Autokorrekturen (siehe unten) ändern.

Achten Sie auf die typografischen Anführungszeichen („“ ‚‘)!

In Textprogrammen werden die typographischen Anführungszeichen mit den Tasten für die Doppelprime („) und die Prime (‚) eingegeben. Prime und Doppelprime sind eigentlich Einheitenzeichen für

  • (Zeit-) Minuten und Sekunden
  • (Bogen-) Minuten und Sekunden
  • Fuß und Zoll, frz. pied, pouce, engl. foot, inch

In deutschsprachigen Texten können als Anführungszeichen die herkömmlichen Gänsefüßchen („ “) oder die Guillemets (» «) verwendet werden. Die einfachen Anführungszeichen werden entsprechend den normalen gesetzt (‚ ‘ bzw. › ‹).

In MS Word kann diese Einstellung über das Menü „Datei“, „Optionen“, „Dokumentenprüfung“, „Autokorrektur-Optionen“ vorgenommen werden. Wählen Sie hier im Registerblatt „AutoFormat während der Eingabe“ das Kästchen „einfache Anführungsstriche durch typographische ersetzen“ so, dass es aktiviert ist.

Die Anführungszeichen können auch unabhängig vom verwendeten Programm mit Tastenkombinationen erzeugt werden (Alt-Taste gedrückt halten und vierstelligen Zahlencode über den Nummernblock eingeben, dann Alt-Taste loslassen).

U+201E Anführungszeichen vorn [Alt + 0132]
U+201C Anführungszeichen hinten [Alt + 0147]
U+201A einfaches Anführungszeichen vorn [Alt + 0130]
U+2018 einfaches Anführungszeichen hinten [Alt + 0145]
» U+00BB Anführungszeichen vorn [Alt + 0187]
« U+00AB Anführungszeichen hinten [Alt + 0171]
U+203A einfaches Anführungszeichen vorn [Alt + 0155]
U+2039 einfaches Anführungszeichen hinten [Alt + 0139]

In älteren Versionen von MS Word wird das schließende einfache Anführungszeichen falsch gesetzt, was sich nicht ändern lässt.

Achten Sie auf falsche Verwendung des Apostrophs (’)!

In Textprogrammen wird der Apostroph mit der Taste für die Prime (‚) eingegeben. Er zeigt an, dass etwas ausgelassen wurde, wie in K’Lautern, ’ne Cola, g’schwind, l’état c’est moi. Beim Genitiv von Eigennamen zeigt es die Auslassung (Elision) des Genitiv-s an, zum Beispiel „Marx’ langer Bart“. Er steht auch bei Ortsnamen, wie in „Bordeaux’ großer Aufschwung“.

Der Apostroph kann auch unabhängig vom verwendeten Programm mit einer Tastenkombination erzeugt werden.

U+2019 Apostroph [Alt + 0146]

Der Apostroph darf nicht als Akzent, Akut (´) oder Gravis (`) erzeugt werden.