Die urbanen Zentren

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Die urbanen Zentren des hohen und späteren Mittelalters. Vergleichende Untersuchungen zu Städten und Städtelandschaften im Westen des Reiches und in Ostfrankreich, hrsg. von Monika Escher &, Frank Hirschmann, Trier 2005 (Trierer historische Forschungen 50).

978-3-89890-048-5 – lieferbar – 3 Bde., 1.612 S., geb., 15,8 cm × 24 cm, 3150 g, 21 Kn.

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Beschreibung

Mit diesem Werk findet das seit 1987 im Rahmen des Trierer Sonderforschungsbereichs 235 geförderte Teilprojekt B 2 »Die Städte zwischen Rhein und Maas im Herrschafts- und Sozialgefüge während des hohen und späten Mittelalters im Vergleich« in Form einer umfassenden, kartographisch untermauerten Darstellung der Entwicklung der Städte bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts einen überzeugenden syntheseartigen Abschluß. Der Untersuchungsraum entspricht einem westeuropäischen Kernraum im Übergang von Romania und Germania; er erstreckt sich von Rotterdam im Nordwesten und Detmold im Nordosten bis Winterthur im Südosten und Semur-en-Auxois im Südwesten und umfaßt mehrere, klar differenzierbare Städtelandschaften.

Die Studie zeichnet detailliert und kenntnisreich die Dynamik des Urbanisierungsprozesses über moderne staatliche Grenzen hinweg auf und gelangt zu einem Vergleich der verschiedenen Städtelandschaften, den die Forschung in einem derart weitgesteckten Raum bisher noch nicht zu leisten in der Lage war. Die Basis dafür bilden die Untersuchungen zu insgesamt 460 Orten, für die jeweils zahlreiche städtebildende Kriterien berücksichtigt wurden. Die Ergebnisse sind eingeflossen in Lexikonkartikel des Ortskatalogs (Band 2). In 21 Farbkarten wird sowohl die Dynamik des Urbanisierungsprozesses in seiner Gesamtheit veranschaulicht als auch die Verteilung einzelner Kriterien (u. a. Kollegiatstifte, Bettelordensniederlassungen, Hospitäler, Hallen und Kaufhäuser, Verwaltungssitze, Gewerbe) im Raum dokumentiert.

Im thematischen Teil 1 wird vor dem Hintergrund der Rahmenbedingungen der Urbanisierung (Naturraum, Verkehrswege, antike Grundlagen) das Verhältnis der Kathedralstädte zu den seit dem 12. Jahrhundert verstärkt nachwachsenden urbanen Zentren bis zu den großen demographischen Einbrüchen um die Mitte des 14. Jahrhunderts beleuchtet. Dabei wird erkennbar, daß das Gefüge der Städtelandschaften des Untersuchungsraumes, wie es sich seit dem 13. Jahrhundert herausgebildet hatte, weitgehend bis zu den gravierenden Umwälzungen durch die Industrielle Revolution von Bestand war. Die Entwicklung der Städte wird somit zum Leitfaden europäischer Geschichte. Das Werk erhält dadurch auch für religions-, herrschafts- und wirtschaftsgeschichtliche Fragen höchste Relevanz.

Die Studie bietet erstmals die Möglichkeit, von einer auf intensiven Detailstudien fußenden und abgesicherten Datenbasis ausgehend vergleichend zu arbeiten. Damit ergeben sich neue Chancen einer besseren Einordnung des Begegnungsraums von Romania und Germania in übergreifende europäische Raumeinheiten.

Zusätzliche Information

Gewicht 3150 g
Größe 24 x 17 x 20 cm