Trier, Stadtplan von Berthold, 1838 (Faks.)

8,00 

Berthold, Stadtplan von Trier, um 1838.

Hochwertiger Nachdruck, 42 × 30 cm.

Nur noch 1 vorrätig

Artikelnummer: trier-berthold-1838 Kategorien: , Schlagwörter: , , ,

Beschreibung

Stadtplan von Trier, A. Berthold, um 1838.

In dem undatierten Plan sind die ersten amtlichen Hausnummern eingetragen, die von 1785 bis 1851 gültig waren. Mutmaßlich gründet die Aufnahme auf den Übersichtskarten des 1818 begonnenen preußischen Urkatasters, denn in der Stadterweiterung erkennt man die erste Flurteilung.

Es gibt gute Gründe, die für eine Datierung in das Jahr 1838 sprechen. Das 1832 durch Johann Georg Wolff errichtete Hauptzollamt im Bereich der Römerbrücke (Johanniterufer) erscheint in dem Plan. Es fehlt aber jeder Hinweis auf die Dampfschiffahrt, die 1839 gegründet und 1841 wirklich begonnen wurde. Im Aquarell von Fresz aus dem Jahr 1842 ist nicht nur die „Dampfschiffahrts-Anlegestelle“ deutlich zu erkennen, sondern es sind die am 19. April und 15. Juni 1841 in Betrieb genommenen Dampfschiffe „Mosella“ und „Kurfürst Balduin“ zum zentralen Bildmotiv ausgearbeitet. (Die Jungfernfahrt des dritten Dampfschiffes war übrigens am 13. März 1842.) Die östliche Stadterweiterung im Bereich Amphitheater („Gartenfeld vor dem Mußthore“, heute Gartenfeldstraße und alles südlich davon bis zur Olewiger Straße), die erstmals exakt aufgenommen ist, zeigt einen Stand der Besiedlung, wie er auch im 1838 gedruckten „Verzeichnis der Eigenthümer der Häuser … 1837“ gegeben ist. Hier erscheinen außer dem „Haus zur Meerkatz“ bei dem Mußtor mit der höchsten Nummer 1158 weitere 22 Nummern 1158 a–w im Gartenfeld vor dem Mußtor, darunter das Anwesen „Wolfs Garten“ des o. a. Johann Georg Wolff mit 1158 k, das „Landhaus Fuxius“ mit 1158 o (direkt unter dem Amphitheater), das Haus daneben, das den Erben des 1836 verstorbenen Baurats von Quednow gehörte, mit 1158 p. Es soll nicht mit der „Charlottenaue“ auf der anderen Seite der Olewiger Straße, auch „Quednow’s Lust“ genannt, verwechselt werden. Berthold hat nur die Nummer, aber nicht die Buchstaben aufgenommen. Vielleicht ist deshalb die Konkordanz des zweiten (viergeteilten) Nummernkreises von 1851 in der Osterweiterung ganz falsch bzw. fehlend. Bei der Sect. I Nr. 319 handelt es sich nämlich um das „Landhaus Fuxius“ 1158 o, das seit 1854 „Villa Recking“, seit 1867 aber „Villa Lautz“ genannt wurde (heute Olewiger Straße 15/17). Die Sect. I Nr. 322 ist das Wolffsche Anwesen 1158 k (rechts neben der Beschriftung „vor dem Mußthor“).

Das alles spricht für eine Datierung des Stadtplans ins Jahr 1838. Möglicherweise war die Herausgabe des Eigenthümer-Verzeichnisses von 1838, des zweiten nach 1818, sogar der Anlass.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 100 g
Größe 42 × 30 × 1 cm