Erinnerungsräume

24,90 

Erinnerungsräume. Architekturen des Krieges, hrsg. v. Anna Bulanda-Pantalacci und Christina Threuter, Trier 2009.

978-3-89890-133-8 – lieferbar – 156 S., kart., 21 cm × 28 cm, 520 g , 139 teils fbg. Abb.

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Beschreibung

Im Mittelpunkt des einjährigen Projektes steht die Auseinandersetzung mit den militärischen Räumen in der Großregion und der Stadt Trier. In künstlerischen Werkstätten an der Fachhochschule Trier, an den Kunsthochschulen Metz, Épinal und Liège sowie im Stadtteil Trier Nord werden Entwürfe und Arbeiten erstellt, die sich mit der historisch militärischen Geschichte Triers und der Großregion im Bild der Bunker-, Wehr und Befestigungsanlagen des 20. Jahrhunderts im Sinne einer Erinnerungsarbeit auseinandersetzen.

Dem Projekt der „Erinnerungsräume“ liegt ein Konzept zugrunde, das mit dem Begriff der Erinnerung arbeitet, um Anregungen bereit zu stellen, den gegenwärtigen und den zukünftigen Umgang mit diesem kriegerisch, militärischen Erbe anzugehen und ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Der Begriff der „Erinnerungsräume“ wurde gewählt, um darauf hinzuweisen, dass sich der Raum in dem wir leben durch politisches, soziales Handeln sowie durch kulturelle Praxis auszeichnet, und dass er aus den daraus resultierenden Beziehungen gebildet wird. Der Begriff von Raum bezieht sich hier nicht nur auf konkrete geographische oder architektonische Orte, sondern auch auf den sozialen und politischen Raum von bspw. Familie, Stadtteil, Stadt, Region oder auch Nation. Das Verständnis, das wir von diesen Räumen haben, hat sich im Verlauf geschichtlicher Prozesse herausgebildet: In den Räumen der Erinnerung haben sich diese geschichtlichen Prozesse gewissermaßen als Spuren eingeschrieben und überlagern sich – diesen verschiedenen und vielfältigen Spuren geht das Projekt nach. Wenn wir hier von Erinnerung sprechen, dann wissen wir, dass wir eine bestimmte Perspektive einnehmen, wenn wir uns individuell oder auch kollektiv erinnern.

Dieser Blick auf die Vergangenheit wird zum Beispiel bestimmt durch unsere Herkunft, durch gesellschaftliche und politische Realität sowie durch unsere kulturelle Prägung. Erinnerung heißt also ein Bild oder auch Bilder, d.h. Vorstellungen von der Geschichte entwerfen; diese Vorstellungen benutzen wir, um uns in der Gegenwart zu verorten und wir brauchen diese Vorstellungen, um unsere Zukunft zu entwerfen.

Zusätzliche Information

Gewicht 520 g
Größe 28 x 21 x 3 cm